Mauerbruch

Dienstag, 14. Oktober 2008

Bähhh

Gestern war ich bei einer Endokrinologin. Und wie immer, wenn mensch zu einem neuen Doc kommt, wird mensch vermessen, gewogen etc.
Und die Waage dort ist einfach doof, sagt die doch glatt, dass ich 5 kg mehr wiege als auf meiner Waage. Also wieder beim Ausgangsgewicht meines neu begonnenen Abnehmprogramms bin. Bäähh ...
Das Dumme ist, die hat wahrscheinlich Recht ....
Ok ich hab so oder so 5 kg runter, dennoch die niederige Zahl ist freundlicher, und der Gedanke, dass ich in nur einem Jahr, unbemerkt ... naja fast unbemerkt 12 kg zugenommen habe, der frustriert, der schockt schon ... zwar nicht so heftig, als wenn ich nicht schon erste Erfolge hätt, aber immer noch genug.

Ein Grund mehr, zu gucken was die Endokrinologin in zwei Wochen rausfindet. Neben der Schilddrüse will sie auch die Nebennieren checken, die auch Ursache für meine derzeit, extreme Müdigkeit und Abgeschlagenheit, sein können.

Jedenfalls bin ich wieder total neu motiviert, weiterzumachen mit meinem Abnehmen, 5 kg mehr oder weniger ... fällt ja eh nicht auf ... Wirklich zu sehen, sind bei mir erst Erfolge um die 15 bis 20 kg ....
Also weiter gehts!

Samstag, 27. September 2008

Schon seltsam

Wenn ich 5 kg zunehme merke ich es nicht. Weder im Wohlbefinden noch sonst irgendwie, wenn ich aber 5 kg abnehme, merke ich den Unterschied sehr wohl. Ich fühle mich einfach besser und habe oft mehr Elan.
Mal sehen wie es sich weiter entwickelt.
Zwischenstand: Seit Mitte August haben sich 5 kg davongemacht.

Samstag, 6. September 2008

Gar nicht so leicht

Ich kann mich nicht erinnern, dass es mir je aufgefallen ist, wie schwer und auch langwierig eine Ernährungsumstellung ist.
Klar, die meisten die ich kenne, einschließlich mich, versuchen es von heute auf morgen, doch geht das wirklich? Gewohnheiten, auch Essgewohnheiten sind nun mal Gewohnheiten, von heute auf morgen zu ändern? Meine neuste Erkenntnis beantwortet diese Frage mit nein.
Aber ich kann am Ball bleiben, immer wieder darauf achten.

In dem Adipositas-Forum, in dem ich mich angemeldet habe, fand ich einen Link, wo ich mir ein Ernährungtagebuch kostenlos runterladen kann. Ich kann es jedem Abnehmwilligen nur empfehlen.
Vor allem ist es einfacher als selber eins zu erstellen und zu führen, ganz abgesehen davon, dass es für mich rechnet ;-)

Bisher war ich immer der Ansicht, dass ich mich zwar ausgewogen ernähre, mein Problem bei den Portionsgrößen liegt. Das ETB (Ernährungstagebuch) hat mich drauf gebracht, dass das nur ein Punkt ist/war. Der viel ausschlaggebende war/ist, dass ich mich zu fettreich ernähre.
Dachte ich bisher, dass ich vielleicht nur ein wenig über dem Durschnitt im Fettverbrauch liege, hat das ETB mir gezeigt, dass ich, wenn ich nicht aufpasse ruckzuck mal bei 150 g Fett pro Tag liegen kann.
Hört sich richtig viel an, oder? Da sind Butter und/oder Margarine drin, versteckte Fette in Wurst, Fleisch, Käse, Öl für Salat oder zum Braten .... eben alles, inklusive der Fettfallen.
Und jetzt komme ich wieder auf die Änderung der Ernährung zurück. Kaum achte ich drauf, fällt mir sogar beim Essen auf, wie fett was ist.
Als ich heute eine Scheibe Jagdwurst naschte, war mein erster Gedanke nicht: Oh wie lecker ... sondern: Oh, ist das fett ...
Ich sehe das als Anfang für eine Ernährungsumstellung die klappen kann.

Seit meinem Neubeginn habe ich 3 kg abgenommen, hatte 2 kg wieder drauf und habe die 2 auch wieder runter. Also im Grunde genommen nichts Neues, außer, dass ich mich gut fühle. Ich habe das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein.
Ok, das hatte ich öfter .. ist ja auch ein schönes Gefühl ...

Das nächste was ich genauer beobachten will ist, wie sich die Ernährung auf meinen Gesundheitszustand (Schmerzen) auswirkt. Das der Verzehr von mehr als ca. 100 g Schweinefleisch mir mehr Schmerzen beschert, habe ich schon rausgefunden. Bestimmt gibts noch mehr Erkenntnisse.

Freitag, 22. August 2008

Mal wieder von vorne

Ich kenne es und langsam auch meine BlogleserInnen ....

Ich fange wieder mal an abzunehmen, bzw. damit habe ich am Sonntag begonnen.
Einige Bilder vom Sommercamp zeigten mir mal wieder das, was ich nicht sehen mag, wo ich gerne weggucke, es ignoriere.
Eine Woche nach dem Camp hab ich die Waage gemieden wegen leckerem Essen dort, dann hatte ich Besuch, also auch wieder die Waage gemieden. Sonntag habe ich mich dann endlich mal getraut und einen (hoffentlich heilsamen) Schock bekommen. So weit oben war die Waage noch nie.
Nee, nee ich meine nicht, das ich mich strecken musste um sie irgendwo runterzubekommen, sondern schon die Zahl der Kilos.
Das letzte Mal, das ich einen solchen Schock bekam, war vor ca. 10 Jahren und da hat es ganz gut funktioniert.

Am Montag habe ich mich dann gleich in einem Adipositas-Forum angemeldet, um ein bisschen Austausch zu haben, vor allem aber wegen dem Gefühl, das da wer ist, der weiß wovon ich rede. Der meine Gefühle versteht, aus eigenem Erleben.
Es ist schon faszinierend in Foren die eigenen Erlebnisse, Gedanken und Emotionen zu lesen, sich so darin wiederfinden zu können.

Mein Schock legte sich ein wenig, als die Waage am Montag 2 kg weniger anzeigte, am Mittwoch noch eins weniger.
Gestern waren es wieder 2 kg mehr, heute sind sie wieder verschwunden. Ok, die 2 kg sind Wasser, dennoch motivert sowas schon.

Anstatt sich darüber zu freuen, wieder einen Anfang gemacht zu haben, habe ich heute wieder einen Fressanfall gehabt. Das einzig gute daran, es war tagsüber und nicht abends.
Wahrscheinlich hat der Heißhunger nach Fleisch mit meiner Mens zu tun, trotzdem ....

Wer mich kennt, weiß dass das kein Grund zum Aufgeben ist.
Übrigens in dem Forum habe ich mir sogar so einen Diät-Ticker gebastelt, den ich sicher, bei erreichten Zwischenzielen, hier auch das eine oder andere Mal verlinken werden.

Ich frage mich allerdings, warum habe ich die Mauer, die meine Seele schützen musste, noch weiter verstärkt, anstatt sie abzubauen, oder ist es nur die latente Angst vor Verletzungen? Bewusst ist mir eine solche Angst allerdings nicht.

Soviel zum aktuellen Stand.

Sonntag, 20. April 2008

Mauern sehen statt dagegenlaufen

Das ist derzeit mein Thema. Da ich gewichtsmäßig wieder beim Ausgangsgewicht bin *sfz* habe ich gestern zum xten mal von vorne angefangen.
Im Chat habe ich mich mit der Distel darüber unterhalten und die hatte einen wunderbaren Satz für mich: vielleicht will die mauer auch zuerst mal anerkannt und gelobt werden dafür daß sie dich beschützt hat, sonst geht sie nicht weg, ohne bedanken *g*

Da hab ich mich doch gefragt, warum ich auf so naheliegende Dinge nicht selber komm, sondern immer fleißig mit Anlauf, durch die Mauern will, und natürlich auch mit dem Kopf zuerst.
An dieser Stelle noch mal ein Danke an Distel!

Heute Abend will ich nun ein Ritual machen, in dem ich den Mauern danke und sie von ihren Diensten befreie.
Vielleicht ist es ja dann der letzte Anfang *hoff*

Sicherlich kennen einige das auch, dass es mit dem Umsetzen von wirklich ernstgemeinten Plänen oft sehr schwierig ist. Und ich widerspreche denen, die behaupten, dass das eine Charakterschwäche ist. Da gibt es durchaus anderer Gründe: Gewohnheiten, Mangel an Selbstvertrauen, und vlt. auch an Geborgenheit etc.

Zwischendurch habe ich überlegt die Rubrik Mauerbruch aufzulösen bzw. einschlafen zu lassen, doch ich mache hier weiter, auch mit all den Rückschritten, schon alleine um die zu motivieren, denen es ähnlich geht und die denken, sie wären damit alleine. Nein, das seid ihr nicht!

Freitag, 22. Februar 2008

Immerhin

hat so ein Magen-Darm-Virus auch Vorteile, frau kann nichts bzw. sehr wenig essen.
Die Waage zeigte heute 127 kg an, und da ich immer noch nicht mit durch bin, lässt es mich hoffen noch ein bisschen weiter runter zu kommen.

Sonntag, 17. Februar 2008

Zucker im Kaffee

soll den Stoffwechsel ankurbeln.
Diese Info habe ich jetzt die letzten Tage öfter immer mal wo gelesen. Dieses Mal habe ich einen Link, hier stehts genauer.

Freitag, 15. Februar 2008

Mauerbruch update

Gestern hat mich eine liebe Freundin gefragt wie ich dann mit meinem Abnehmvorhaben vorankomme.
Meine ehrliche Antwort war: Ich fange immer wieder neu an.

Im Januar habe ich mir notiert was ich wann gegessen haben. Das Faszit war mir irgendwie vorher klar, doch jetzt hab ich es schwarz auf weiß. Es liegt nicht daran was ich esse, sondern wieviel. *sfz*
Und da bin ich dann schon wieder bei einer Konditionierung aus der Kindheit.
Essen als Belohnung, liebe Eltern, bitte tut das euren Kindern nicht an. Sie leiden ihr ganzen Leben darunter.
Sätze wie, wenn du das und das machst darfst du das und das essen. Oder noch schlimmer: Heute darfst du essen bis du platzt.
Für mich hieß das irgendwie dann: Du musst essen bis nichts mehr reingeht.
Ich kann mich an Situationen erinnern, wo ich als 4-5-6jährige nach dem Essen auf dem Boden lag und nicht mehr konnte, einfach soo vollgefressen war.

Meine Eltern fanden es lustig ... naja ein bisschen kann ich es sogar verstehen, sie haben als Kinder und Jugendliche den 2. Weltkrieg mit all seinen Entbehrungen, wie eben auch Hunger erlebt und das auch nicht vergessen. Für sie war genug zu essen zu haben, soviel essen können wie man will, was besonders. Aber eben nicht mehr Ende der 60er.

So habe ich nie gelernt zu merken wann genug ist. Ab und an waren da Momente, ja .. .z.B. als ich letzes Jahr im KH war. Doch irgendwann gings mir wieder gut und ich bin in meinen alten Rhythmus gerutscht.

Nun gut, jetzt weiß ich das was ich schon wusste und bin auch nicht wesentlich klüger. Oder vielleicht doch.
Es wird mal wieder neu angefangen, und dieses Mal achte ich auf die Menge. Im Grunde genommen bin ich ja schon dabei mich umzugewöhnen. Na mal gucken, irgendwo muss es doch einen Weg für mich geben. Ich muss ihn nur finden.

Da fällt mir ein Satz ein, der inhaltlich lautete: Verlierer sind nicht die, die Rückschläge haben, sondern die, die nicht wieder von vorne anfangen. Genau krieg ich es nicht zusammen ... irgendwie so ging der jedenfalls.

Sonntag, 13. Januar 2008

Mal wieder von vorne

Irgendwie bin ich in der letzten Zeit davon abgekommen, dass ich ja zielgerichtet abnehmen wollte/will. Mir ist die Selbstverständlichkeit es zu schaffen abhanden gekommen.
Dann habe ich in letzter Zeit (Dezember) auch etwas unkontrolliert geschlemmt und hab am Freitag fast einen Schlag bekommen als mir die Anzeige meiner Waage ins Gesicht sprang.
132 kg!!! Ok, ich habe viel Wasser eingelagert ... aber dennoch.

Also habe ich jetzt parallel zum Blog ein Abnehmtagebuch angefangen, in dem ich (handschriftlich)alle meine Gefühle schreibe, mir schonungslos aufschreibe wann ich was gegessen habe.

Ein neuer Anfang ist gemacht, heute morgen zeigte die Waage 129 kg an. Immerhin unter 130 kg.

Es ist mir schleierhaft wie ich soviel zunehmen konnte, denn ich bin nicht der Meinung das ich soo viel gegessen hätte und alles Wasser wirds auch nicht sein.
Die Schilddrüsenwerte sind am Rand einer Unterfunktion, aber noch im Normbereich.
Wenn ich genauer drüber nachdenke wirds schon an der Ernährung liegen, es waren einfach zuviele Kohlenhydrate und oft auch noch spät abends. Auch wenn ich sehr spät schlafen gehe, ändert das leider nichts daran dass ich besser nach 19 Uhr nichts mehr (außer Obst) esse.

Ich bin mal wieder sicher, dass ich es dieses Mal schaffe, denn der Schock war sehr heilsam. Genau das Gefühl, dass ich vor ca. 13 Jahren schon mal hatte und aus lauter Frust übers Dicksein mal eben 30 kg abgenommen hatte.

Beim letzten Versuch war ich sicher das es mir ernst ist und das ich es schaffe, nur habe ich das Ziel aus den Augen verloren und statt Mauern abzubauen wieder welche aufgebaut, über das Warum werde ich an anderer Stelle nachdenken.
Das Ziel ist wieder in Sicht und ich mache einfach weiter bzw. ich fange von vorne an. Rückschläge gehören einfach dazu, davon lasse ich mich nicht entmutigen.

Auf jeden Fall habe ich das Gefühl dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Sonntag, 16. September 2007

Stehenbleiben heißt nicht aufgeben

Mein Projekt Mauerbruch gibt es noch. Es tut sich gerade nichts, weil ich es auf Pause gestellt hatte, mir waren einfach andere Dinge wichtiger und gleichzeitig auf's Abnehmen zu achten, war mir zuviel.

Vor ein paar Wochen bekam ich von meiner Ärztin ein homöopathisches Mittel (keine Ahnung was, sie tut da immer sehr geheimnisvoll, weil sie wissen will wie es gewirkt hat, und nicht das ich nachlesen könnte wie es wirken sollte ...). Ich habe nach ein paar Tagen bemerkt, das irgendwas anders war, es dauerte ein bisschen um zu merken was.
Ich hatte nicht das Bedürfnis emotionale Löcher mit Essen zu stopfen, es gab einfach keine Löcher! Sonst habe ich das nur gehabt, wenn ich mit Freunden zusammen war, oder sehr abgelenkt war.
Nun hatte ich ab und an keine Löcher .... um so mehr hat's mich dann genervt wenn sie wieder da waren (im nachhinein).

Nun war ich wieder bei meiner Doc, hab ihr davon erzählt und das gleiche Mittel (ich weiß immer noch nicht welches) bekommen, und dieses Mal sind die Löcher wieder verschwunden, scheint sogar intensiver und nachhaltiger.
Ich fühle mich normal. Das ist schwer zu beschreiben. Bisher war es in den letzten 20? Jahren so, ich liebe gutes Essen, doch wenn ich dann dabei bin, fällt es mir schwer aufzuhören, da ist ein Loch was gefüllt werden will ... und das ist nicht im Magen ... vlt. der Verzicht auf anderen Genuss .. da will ich noch mal nachspüren ....
Doch jetzt ist es zur Zeit so, ich esse mit Genuss und kann jederzeit aufhören, es ist einfach kein Loch, kein emotionaler Hunger da, der gestillt werden muss.

Nun habe ich die Hoffnung, nein, ich bin überzeugt, dass das ein guter Ansatz ist weiterzumachen.
Mein heutiger Stand 126 kg. Nur 7 kg bis zum Nasenflügelpiercing :-)

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