Befindlichkeiten und so

Seit längerem schreibe ich ja immer offener über meine Befindlichkeiten und ich habe beschlossen, noch einen Schritt weiter zu gehen und zu schreiben, warum es mir nicht gut geht. Denn es ist mir wichtig einen kleinen Beitrag zu Verständnis von Krankheiten zu leisten.
Ich habe eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und eine fette Depression, dazu noch eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (von der es wieder mal zig Unterarten gibt).
Meine Mutter z.B. ist der Meinung dass all das eine Charakterschwäche ist und keine Erkrankung, so bin ich auch erzogen worden und das macht es mir nicht leicht selbst einzusehen, in mir, dass ich krank bin. Rational weiß ich es, doch irgendwie ist da immer noch eine Stimme die mir das Gegenteil einflüstert und die mir sagt, dass ich eine Versagerin bin. Andererseits weiß ich, das ich schon eine Menge in meinem Leben geschafft habe und es eigentlich keinen Grund gibt, dass es dieses Mal anders sein wird.

Das graue, kalte Wetter mit teilweise kaltem Wind hält meine Stimmung weiter unter bzw. lässt sie sinken. Irgendwie kriege ich die Tage rum, mit sinnvollen Ablenkungen und guten Gesprächen mit tollen Freundinnen. Für letzteres bin ich sehr dankbar, dass es Menschen in meinem Leben gibt, die sich auch nach einem halben Jahr, in dem es mir nicht gut geht, nicht gleichgültig geworden sind oder die Flucht ergriffen haben. Aus Erfahrung weiß ich, dass das nicht selbstverständlich ist!

An manchen Tagen denke ich, ich kriege gar nichts auf die Reihe und dann stelle ich fest, dass ich eine Menge geschafft habe, im Vergleich zu anderen Tagen, und doch fühlt es sich ganz anders an.



DSCN5252
caroona - 6. Apr, 07:47

Mit deinem Charakter

ist alles in Ordnung. Ich weiß, dass diese Stimmen, die sich tief in den Kopf eingegraben haben, sehr hartnäckig sind, aber vieles von dem, was sie erzählen, ist Müll. Du bist ein wunderbarer Mensch, so wie Du bist.

perlentaucherin - 12. Apr, 17:16

ja, das kenne ich gut aus eigener erfahrung. obwohl ich es eher selbst bin, die mir den druck macht und schlecht mit dem "nicht-so-funktionieren" wie von sich erwartet, oder wie man meint, es andere erwarten zurechtkomme.
ich habe ebenfalls mühe, meine krankheit als solches anzuerkennen und es nicht als mein eigenes unvermögen, meine schwäche zu werten.
doch darin liegt viel selbsterschaffenes leid, denk ich.
warum reicht man sich selbst nicht?
ich arbeite dran ;-)
liebe grüße dir

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